Herzlich Willkommen.

Ihr habt Interesse an Drum Circles, am Trommeln oder zumindest grundsätzlich am Thema Musik. Bevor ihr weiterclickt und mehr über unsere Workshops, Facilitators und Instrumente herausfindet, verschafft euch doch hier erstmal einen Überblick.

WAS IST EIN DRUM CIRCLE?

Drum Circle – Der Name ist Programm: Gemeinsam mit vielen anderen wird im Kreis sitzend auf Trommeln und anderen Rhythmusinstrumenten gespielt. Es geht um Spaß, Musik, Lebensfreude und Kommunikation. Das Alter, die Herkunft und die Vorbildung sind egal, es gibt kein Üben und kein Versagen, nur spontanes Musizieren. Bei dieser spannenden Erfahrung wird die Gruppe von einer Person begleitet, die im Englischen FACILITATOR (engl. „to facilitate“: helfen, erleichtern) genannt wird. Im deutschen Sprachraum benutzen wir meist den Begriff MODERATOR*IN. Diese Person hilft der Gruppe dabei, sich und das Instrument kennenzulernen und zunehmend unabhängig von der Anleitung miteinander Musik zu machen.


Die kreisrunde Anordnung ist hier kein Zufall. Zum einen können die Teilnehmenden dadurch alle Instrumente, alle Klänge und alle Mitspielenden bestmöglich wahrnehmen. Zum anderen entsteht keine Hierarchie. Niemand sitzt vor.


Drum Circle ist barrierefreies Erleben von Musik und Gemeinschaft, geeignet für jede Zielgruppe und jeden Menschen.

ANWENDUNGEN

Drum Circle ist überall dort richtig, wo Menschen in kleinen oder großen
Gruppen aufeinandertreffen. Dabei sind allen Formaten zwei Dinge
gemein: Die Teilnehmenden können ausgiebige Vorerfahrungen mit dem
Instrument haben, oder gar keine. Es ist völlig egal. Und es macht Spaß!


Einige der geläufigsten Drum-Circle-Formate sind:

Open-Community-Drum-Circle

Der Ursprung der Drum-Circle-Idee. Hier können Menschen jeden Alters und jeder Herkunft aufeinander treffen. Der einzige Zweck dieser meist öffentlichen Events ist das gemeinsame Trommeln ohne übergeordnetes Ziel.
Offene Community-Drum-Circles finden zum Beispiel im öffentlichen Raum, in Gemeindezentren oder auf Festen statt.

Drum Circle in der Schule

Drum Circles in der Schule wirken gemeinschaftsbildend, stressabbauend und generieren ein unterbewusstes Lernen mit Spaß. Neben dem immensen Potential im sozialemotionalen Bereich wird mit der Methode auch kognitives Wissen transportiert. Der Einsatz im Musikunterricht ist naheliegend, aber Lehrkräfte nutzen die Methode genauso, um Inhalte anderer Fächer wie Mathe, Sprachen oder Naturwissenschaften erlebbar zu machen.

Drum Circle in der Kita

Erlebendes Lernen ist die Basis auf der Klein- und Kleinstkinder ihre Umwelt erfahren. Nichts anderes stellt Drum Circle dar. Musik, Haptik, Bewegung, Miteinander.

Drum Circle in der Pflege

Vor allem im Bereich der Senioren- und Demenzpflege wird Musik zunehmend erfolgreich als Element der Alltagsbegleitung, der Therapie und der Teilhabe genutzt. Durch den enorm einfachen Zugang ist Drum Circle auch und grade in diesem Bereich ein dankbares Hilfsmittel, um körperlich und geistig zu aktivieren, um ein Gefühl von Freude und Gemeinschaft zu erzeugen und um
verlorengeglaubte Erinnerungen wieder hervorzuholen.

Drum Circle in der Therapie

(Musik)-Therapeutinnen und –Therapeuten nutzen das Drum-Circle-Konzept in Gruppen-, aber auch in Einzelsitzungen, um zu kommunizieren, um ein Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft zu erzeugen und um Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Worten zu schaffen. Darüber hinaus wurden auf der Basis des DC-Ansatzes weitere Methoden entwickelt, die speziell auf therapeutische Bedürfnisse zugeschnitten sind. Informieren sie sich bei uns über Remo Health Rhythms und Rhythm2Recovery.

Drum Circle in der Organisation

Zusammengehörigkeit im Team, Entspannung vor und nach anstrengenden Versammlungen, Abbildung von Prozessen und Persönlichkeiten im Leadership-Training, Perspektivenverschiebung im Coaching. Beim Spiel am Instrument sind alle gleich, egal ob Geschäftsführung, Buchhaltung oder Reinigungspersonal.

INSTRUMENTIERUNG

Neben einem tollen Sound sollten Drum-Circle-Instrumente noch einige weitere wesentliche Features mitbringen:


stabil und haltbar
Die Instrumente werden häufig von Menschen bedient, die keine Erfahrung im Umgang damit haben. Daher sollten DC-Instrumente stabil und unempfindlich sein.


resistent gegen Feuchtigkeit
Kein Stress, wenn es anfängt zu regnen. Vielleicht müssen die Instrumente auch sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden, z.B. für die Anwendung in der Kita, der Klinik oder dem Hospiz. Hier darf Feuchtigkeit kein Problem darstellen.


leicht und transportabel
Beim Drum Circle werden immer viele Instrumente benötigt. Die müssen irgendwo gelagert, und meistens auch irgendwie transportiert werden. Instrumente mit niedrigem Eigengewicht und der Möglichkeit, sie ineinander zu verschachteln sind die optimale Lösung.


Diversität ist das A und O.
Möglichst verschiedene Instrumente, möglichst viele verschiedene Sounds. Als Basis zur Equipment-Planung kann diese Tabelle dienen:

50% Trommeln (mit Schlagfell)

1/3 hohe Trommeln
(z.B. Sound Shape, Doumbek, Tamborin)

1/3 mittlere Trommeln
(z.B. Djembe, Timbau, Conga, Tubano)

1/3 tiefe Trommeln
(z.B. Bahia Bass Drum, Surdo, tiefe Tubano)

50% Hand percussion (Klein percussion)

1/3 Rasseln
(z.B. Bossa Shaker, Caxixi, Maraca, Rasselei)

1/3 Holz
(z.B. Clave, Woodblock, Acousti Blox)

1/3 Metall
(z.B. Cowbell, Agogobell, Gankogui)

MODERATION

Einen Drum Circle zu moderieren ist etwas vollkommen anderes, als ein Ensemble anzuleiten. Im Kern ist Drum-Circle-Moderation (engl. facilitation) eine innere Haltung, der Wille, die Gruppe auf ihrem Weg zu begleiten ohne sie zu belehren. Jemand, der Drum Circles moderiert, hat die Absicht, sich selbst überflüssig zu machen und die Gruppe dazu zu bringen, ohne jede Hilfe eigenständig Musik zu improvisieren.


Ein(e) Drum-Circle-Moderator*in beherrscht eine Reihe simpler Techniken und Methoden als handwerkliche Basis. Ein gewisses musikalisches Vorwissen ist von Vorteil.


Darüber hinaus dreht sich alles um die Fragen:

WAS?             … benutze ich, welche Mittel kommen zur Anwendung? (Technischer Aspekt)


WANN?          … wende ich diese Techniken an? In welcher Reihenfolge, zu welchem Zeitpunkt? (Methodischer Aspekt)


WARUM?      … wende ich diese Techniken an? Was bringt es den Teilnehmenden? (intentionaler Aspekt)

FACILITATOR*IN WERDEN

Das Erlernen dieser Kunst ist ein wiederkehrender Prozess aus Lernen und Ausprobieren.
Es gibt mittlerweile einen großen Fundus an Fachliteratur und ein breitbandiges
Fortbildungsangebot.
Wir empfehlen:


Fortbildung → Praxis → ergänzende Fachliteratur → von vorn


Es empfiehlt sich zu jedem Zeitpunkt, als Gast an Drum Circles teilzunehmen. Hier ergibt
sich die beste Möglichkeit zu erleben, was das gemeinsame Improvisieren ausmacht. Und man kann sich ein paar tolle Tricks bei den Kolleginnen und Kollegen abschauen :D


Wenn Sie Interesse an einer DC-Moderations-Fortbildung haben, sprechen sie uns an oder schauen sie gleich unter [Playshops & Fortbildungen]. Unsere Veranstaltungen werden durchgeführt von GEWA- Facilitator und Trainer Ben Flohr, der zertifizierter Ausbilder nach der Methode von Arthur Hull, dem Begründer dieser Methode, ist.


Darüber hinaus kooperieren wir in einem Netzwerk von Fortbildungsanbietern, von deren hochwertiger Arbeit wir überzeugt sind.


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